Stückarchiv

2020 Die drei Dorfheilige

Vor zirka 30 Jahren war eine hübsche junge Frau im Haushaltungsdienst eines reichen Bauernbetriebes in Finstersee.
Sie verdrehte allen jungen Männern den Kopf. Als in Finstersee der Pfarrer stirbt, alte Briefe 
auftauchten und der
neue Pfarrer für Zucht und Ordnung sorgt, kommen einige Herren ins Schwitzen. 
Das Chaos bei der Familie Meier
ist vorprogrammiert.

2019 Schatz, i bi doo

Frieda Frisch hat genug vom Haushalt und Rupert droht der finanzielle Ruin und auch der Untergang der Seifenfabrik.
Man entschliesst sich zum Rollentausch und das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Das Chaos ist vorprogrammiert.

2018 Dorfmoral uf Halbmascht

Im kleinen Oberhausen wird ein Nachtclub eröffnet. Deswegen gibt es im Gemeinderat viele Nachtsitzungen. Was die Ehefrauen dazu meinen, bleibt offen. Die Posthalterin bekämpft das Etablissement, und auch die Verschmutzung des unter Naturschutz stehenden Waldweihers wird mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Dabei spielt der Sohn des Gemeindepräsidenten und die Lehrerin eine wichtige Rolle. Was da im Restaurant Kreuz und im Gemeinderat alles abgeht, wollen wir nicht verraten.

2017 Diamante im Stroh

Um die Haushaltskasse etwas aufzufüllen, bietet die Witwe Barbara auf ihrem Hof „Schlafen im Stroh“ an. Ein echter Knüller, wie sich herausstellt. Doch die ersten Gäste sind mehr als obskur. Schon geht es turbulent zu bei verschiedenen Gästen, die angekommen sind. Ein Gaunerpaar, eine Managerin und eine Verwöhnte von zu Hause ausgebrochen, suchen Unterschlupf sowie Erholung auf dem Lande. Das Chaos ist vorgegeben.

2016 Zucker isch Gift

Eine Komödie in 2 Akten von Elisabeth Beer.
Überarbeitung und Regie: Kurt Studer

Hildi Büelmä, die Frau von Bäckermeister Brösmeli Büelmä, fährt für eine Woche zur Kur. Als sie nach drei Wochen nicht nach Hause kommt, fährt auch Brösmeli hin. Dem Meister ist die Sache nicht geheuer. Er will nachsehen, ob im Kurhotel Immensee alles mit rechten Dingen zugeht.

2015 De Lieblingsschüeler

Ein Spiel in 7 Bildern von Hedi Wehrli und Joe Stadelmann.

Das Stück erfreut die Zuschauer mit erfrischendem Humor, aber auch mit teilweise ernsten Sequenzen. Zum Beispiel Gritli, die mit ihrem Papagei viel zu besprechen hat, oder aber Fritz, der Rückenprobleme hat und seine Kinder, die an seinem Geburtstag keine Zeit finden ihn zu besuchen. Manch einer der Zuschauer fühlt sich in all diesen Episoden bestimmt in die heutige und auch in die eigene Jugend zurückversetzt.
Bei einem Besuch eines Schüler-Ehepaars beim damaligen Lehrer kommt die Idee einer Klassenzusammenkunft. Sofort wird dies realisiert und dann wird eingeladen zum Klassentreffen der Sekundarschule nach 50 Jahren! Alle sind sie zu Lehrer Schönenberger zur Schule gegangen.
Die Zusammenkunft im Hirschen direkt neben dem Schulhaus ist ein Erfolg und so manches Geheimnis wird nach ein paar Gläschen Wein gelüftet. Doch wer war nun also der Lieblingsschüler von Lehrer Schönenberger, den alle nur „Schönbitsch“ nannten?

2014 14 Tag Luxus

Das letztjährige Stück, „Tau-Wätter“, das die Problematik des Älterwerdens und der Einsamkeit der Senioren auf wunderbare Weise
darstellte, ist sicher noch allen Besuchern in bester Erinnerung. Der Inhalt von „14 Tag Luxus“ kann gegensächlicher nicht sein. Ihre
Lachmuskeln werden von Anfang bis zum Ende strapaziert. Schon beim Auftreten der Familie Huber, die 2 Wochen Ferien im Fünf-Stern-Parkhotel Eden gewonnen hat, werden Sie sicher amüsieren. Interessant wird dann das Zusammentreffen mit der Industriellen-
familie Burger. Es gibt aber noch andere Hotelgäste, die auf ihre Art versuchen, mitzumischen und Unruhe zu stiften. DieHotel-
direktorin und ihr Personal werden hart auf die Probe gestellt. Sie alle versuchen, ihre ganz eigene Rolle zu spielen um allen
Problemen und Verwirrungen zu trotzen. Ob ihnen das gelingt?

2013 Tau-Wätter

Ein heiter besinnliches Stück von Hans Kern um eine Senioren-WG Überarbeitung und Regie: Hans Ziltener. Produktionsleiterin und Co-Regie: Maria Grüter

“Was würdet Sie säge, wänn daa i dem Huus no e paar anderi Lüüt wäred?”

Martha, Villenbesitzerin, fühlt sich nach dem Tod Ihres Mannes einsam, hat sich jedoch mit der eigenen Familie verkracht. Sie wird von ihrem Nachbarn ermuntert, in ihrem grossen Haus eine Alters-Wohngemeinschaft einzurichten. Nach anfänglicher Skepsis ziehen einige Mitbewohnerinnen und sogar ein Mann bei Martha ein. Bald hat jedes seinen Tagesablauf in der neuen Wohngemeinschaft organisiert. Alle beteiligen sich mit Engagement am Aufbau einer Puppenklinik, welche regen Zuspruch findet. In diesem veränderten Leben findet Martha die Versöhnung mit der eigenen Familie.

2012 Mister Chnöpfli uf Abwäge

Lustspiel in 3 Akten von Gudrun Ebner,
schweizerdeutsche Bearbeitung: Etienne Meuwly
Überarbeitung: Hans Ziltener

Worte der Regie
Vorhang auf zum 20ig Jahr Jubiläum des Seniorentheaters St. Johannes, Zug. Seit 3 Jahren darf ich diese lustige und sehr fleissige Truppe theateralisch und kameradschaftlich begleiten und betreuen. Es gibt keine schönere und interessantere Aufgabe als diese. Was dieses Ensemble einander in 6 Monaten mitgibt, ist einfach grossartig. Vor dieser Leistung ziehe ich den Hut!
Zum diesjährigen Jubiläumsstück gebe ich Ihnen einige Zahlen: Es spielen 7 Damen, 5 Herren und 7 bis 8 Statisten. (alles wichtige Pfeiler der letzten 20 Jahren) 43 Proben à 2 1/2 Stunden und dazu einen ganzen Samstag als Tagesprobe. “Mister Chnöpfli uf Abwäge”! Setzen Sie sich einfach in unseren Theatersaal und amüsieren Sie sich an den Abwegen des Mister Chnöpfli und an vielen anderen lustigen Partien dieses 3 Akters.

Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen und sage
“ Vorhang auf ” zum 20ig Jahr Jubiläum.

Hans Ziltener
Regie

2011 E ganz normaali Huusfrau

Lustspiel in 3 Akten von Liz Freemann

Inhalt:
Das Stück spielt im Wohnzimmer der Familie Balmer. Vater Paul Balmer gerät in Bedrängnis. Seine Chefin, die stolze und herrische Agnes Kreuzer kommandiert ihn herum, seine Mutter kritisiert ihn und mit seiner Gattin gibt es Zoff. Einzig sein Schwiegervater hilft ihm mit gutem Rat.

Emanzipierte Frauen
Die «ganz normale Hausfrau» Irene Balmer, löst sich aus ihrer bisherigen Funktion als Nur-Hausfrau, denn diese hat einen spannenden Krimi geschrieben. Ihr Mann, Lektor im Verlag Kreuzer, lehnt es jedoch ab, das Manuskript zu lesen. Aber Irene bekommt Hilfe von ihren beiden Freundinnen Karin Fuchs und Claudia. Das geht nicht ohne Verwicklungen und dramatische Auseinandersetzungen.

Frauenlist triumphiert
Darüber sei hier nicht mehr verraten. Kommen Sie vorbei und schauen Sie wie sich die Balmers finden und was aus dem Manuskript wird……

2010 Wie s’Läbe so spielt

Komödie in 6 Bildern von Elisabeth Beer

Frau Sauber, Besitzerin eines Mehrfamilienhauses und der Wäscherei-Büglerei Sauber beschäftigt als Büglerinnen die sparsame, nüchterne Martha Bügler, die naive, Träumerin Hedi Schnell und die ideenreiche unterforderte Pia Lavagnolo. Die Büglerinnen werden von Ihrer Chefin ausgenützt und schikaniert. Martha möchte reich sein, Hedi möchte einen lieben Mann und Pia ein spannendes Leben. Um ihrem tristen Dasein zu entfliehen, geben sie eine Kontaktanzeige auf.

Die Brüder Schranz Gusti, Viktor, Michael wohnen im Hause Grolimund. Sie haben Ihre Wohnung zu einer Erfinderwerkstatt umgewandelt, deshalb haben sie von der Hausbesitzerin Olga Grolimund vor einem halben Jahr die Kündigung erhalten. Dagegen haben die Brüder mit Erfolg rekurriert. Michael versucht nun vergebens in der Wohnung Ordnung zu halten. Olga Grolimund erscheint mit Anwalt Richterich und einer Journalistin in der Wohnung. Sie will mit deren Hilfe die Brüder endlich aus der Wohnung werfen. Doch sie erreicht ihr Ziel nicht. Ihre Mieter erhalten eine Woche Gnadenfrist. Dann müssen sie eine Frau vorweisen, die in der Wohnung für Ordnung sorgt, sonst wird ihnen unwiderruflich gekündigt. Um diese Bedingung zu erfüllen, schreiben die 3 Brüder auf die Kontaktanzeige der 3 Büglerinnen. Das Angebot der Brüder Schranz beflügelt die Büglerinnen. Noch am selben Abend findet ein Rendezvous statt. Doch was sollen die 3 Frauen anziehen? Die Journalistin fotografiert das Treffen. Wie und was erleben die betroffenen bei diesem Rendezvous? Und wie endet dieses Ganze?

2009 Verruckts Gäld

Wie reagieren Sie, wenn Sie im Bus Ihre Aktentasche verwechseln und plötzlich Besitzer von 2 Millionen Franken sind. Bei Heinz Binder erwachen kriminelle Energien, sowie der Plan mit seiner Frau die Schweiz zu verlassen. Leider wird dies immer undurchführbarer. Es tauchen Freunde auf, ein Kantonspolizist und eine Kommissarin interessieren sich intensiv für Heinz Binder. Was wollen die und wie reagieren diese Beiden. Als dann der eigentliche Besitzer tot im Fluss aufgefunden wird und als Heinz Binder identifiziert wird, ist das Chaos perfekt. Wie sich die ganze Geschichte weiterentwickelt, ja da müssen Sie zu uns in das Seniorentheater St. Johannes kommen, da sehen Sie die Auflösung.

2008 S’ Hotel zum letschte Batze

Lustspiel in 3 Akten von Peter Läubli

Nicht allzu viele Gäste verkehren im Hotel zum letschte Batze, dafür aber sehr originelle. Da ist die redegewandte Elis, die Detektivin Schoch die gerne schräge Vögel fängt, da sind auch die beiden Clocharen Chrigel und Charlie, ein verliebtes komisches Ehepaar ein Geschäftsmann der sich von seinem Beruf erholen will. Auch das Personal ist alles andere als gewöhnlich. Da ist der etwas wortkarge Eugen, die herzensgute Frau Wirtin, sie mag alle, die Ausgefallenen, die Reichen, die Armen, die Gestrandeten für alle hat sie ein gutes Herz, und für alle Gäste da ist die lebendige, flinke Serviertochter Vreneli. Erst im letzten Moment gibt das Hotel zum letschte Batze sein Geheimnis preis. Also kommt vorbei, seht und hört was da alles abgeht im Hotel zum letschte Batze. Ist ein Hotel mit 2 Zimmern überhaupt ein Hotel?

2007 E tolli Familie

Komödie von Fritz Wempner
Regie: Franz Sigrist

Ida und August Döbeli leben als Rentner in einer kleinen Mietwohnung. Die monatliche Rente ist nicht besonders gross und reicht gerade so zum leben. Wie sollen sie ihre Situation verbessern? Sie haben genug vom ewigen Sparen und von verdünntem Kaffee. Auch Butter und Konfitüre haben beide schon lange nicht mehr gesehen. Da kommt ihnen die Idee, sie könnten ja ein Zimmer vermieten. Gesagt, getan. Tags darauf erscheint ein Inserat in der Zeitung: Zimmer zu vermieten! Ida möchte gerne einen jungen Mann, August hingegen lieber eine junge Frau. Beide vermieten sie das gleiche Zimmer. Zum Glück arbeitet der eine in der Nacht und die andere tagsüber. Das geht solange gut, bis sich die beiden kennenlernen. Und jetzt bekommen die Döbelis mehr Abwechslung und Aufregung frei Haus geliefert, als ihnen lieb ist. Doch auch hier ist ein Happy-End sicher.

Das Stück strotzt nur so von Charme und Witz. Ein amüsanter und witziger Abend ist dem Publikum garantiert.

2006 Vier Fraue und ei Maa

Der “Chratzli Sepp” ist ein Bauer, oder besser gesagt ein Bäuerlein, dass ein wenig aus der Art gerät. Er ist geizig und grosszügig, faul und arbeitsam, arm und reich, resolut und gutmütig, krank und gesund, vor allem aber ein erfolgreicher Frauenverehrer. Diese Gegensätzlichkeiten machen ihn zum Lebenskomiker, der in unserer gestressten Gesellschaft ganz besonders wohltuend wirkt. Sepp schlägt sich als Bauer mehr schlecht als recht durchs Leben. Gar manch Sörgeli und Sorgen quälen sein Dasein. Da ist zum Beispiel seine etwas resolute Haushälterin, die immer schlecht aufgelegt ist, oder der unzuverlässige Briefträger. Doch die schlimmste Plage sind seine zwei Schwestern, die die Tage zählen, bis sie ihren Bruder beerben können. Bei so viel Widerwärtigkeiten würde wohl mancher die Flinte ins Korn werfen. Nicht so der Sepp. Mit etwas Zufall, löst er die Probleme auf geniale Weise. Zum Leid der einen und zur Freud der andern.

Der Sepp, der nicht nur die jungen sondern auch die älteren Leute versteht, beweist in dieser humoristischen Geschichte, dass er das Herz am rechten Fleck hat.

Lassen Sie sich auch dieses witzige Lustspiel nicht entgehen.

2005 Bäckerei Dreyfuess

Lehrbub Willi hat den Kopf mal wieder nicht bei der Arbeit und die Gipfeli geraten ihm einige Nummern zu gross. Ohne an etwaige Folgen zu denken, werden die “Geschosse” verkauft und der Zulauf bei der Bäckerei Dreyfuess steigt sprunghaft an.Gleichzeitig verkündet der Gemeindepräsident dem Bäcker den Beschluss des Gemeinderates, auf dem Dorfplatz, vor der bäckerlichen Nase, einen Supermarkt zu erbauen. Dass dabei die alte Dorflinde zum Tode verurteilt ist, stört den Gemeindepräsidenten nicht weiter, dafür aber den Bäcker umso mehr. Zu welchen Aktionen dieser nun seine “Riesengipfel” missbraucht, um den Baum zu retten, ist ein toller Einfall. Die Ereignisse überstürzen sich, der Krieg zwischen dem querschiessenden Bäcker und dem erfolgsbesessenen Gemeindepräsidenten verschärft sich bedrohlich.

2004 Der wahre Jakob

Drehen wir die Zeit um 50 Jahre zurück, da wurde noch von Moral und Sittlichkeit gepredigt. So auch bei der Familie Dünki, besonders der Schwager Dr. Eduard Häfliger ist ein grosser Anhänger des Sittlichkeitsvereins. So kommt es, dass er Peter Dünki “Stadtrat” mit seinem Kollegen Böckli nach Zürich an eine Sittlichkeitstagung delegiert. Aber alles kommt anders als es vorgesehen ist. In Zürich angekommen, ist die Sittlichkeitstagung schnell vergessen. Stattdessen geniessen die beiden den Abend im Variété Corso, wo sie die rassige Tänzerin Yvette kennen lernen. Zur gleichen Zeit besucht auch Frau Dünki ihre Tochter Yvette aus erster Ehe, die ihr Mann bis jetzt aber noch nicht kennt. Peter Dünki gelingt es die Tänzerin Yvette zum Nachtessen einzuladen. Die Ernüchterung ist gross, als dann zu Hause in seiner Kleinstadt die Tänzerin Yvette auftaucht und unbedingt ihre Ferien hier verbringen will.
Erleben Sie: Was “Böckli” noch alles in Zürich treibt, wie “Dünki” zu Hause seine Probleme löst und wie die Tänzerin Yvette mit all den Verehrern klar kommt.

2003 Rente gut – alles gut

Michael Cooney hat dieses Theaterstück unter dem Titel “Cash on delivery” geschrieben. Die Bearbeitung für das Seniorentheater hat Regisseurin Angi Maggi vorgenommen. Aus Söhnen wurden Väter, aus Männern hat sie Frauen gemacht und so die Szenen unseren Senioren auf den Leib geschrieben. Lassen Sie sich in die Welt von Kurt Bachmann (Jakob Hausheer) entführen, der unverschuldet arbeitslos geworden ist und dies vor seiner Frau Nelly (Cécile Gloor) geheim hält. Ein Irrtum des Sozialamtes bringt ihn auf die Idee, das Arbeitslosengeld für einen früheren Untermieter einzukassieren, der nach Kanada ausgewandert ist. In der Folge erfindet er andere Hausbewohner, für die er Renten und Unterstützungsbeiträge beantragt. Da alles so einfach scheint, übertreibt er solange, bis er den Überblick verliert. Er beschliesst dann, seine Figuren eine nach der anderen zu töten. Aber das Sozialamt ist ihm auf der Spur.

2002 Alles im Griff

Oder “Out of order” wie die von Ray Cooney im Original verfasste Komödie heisst wurde von Jörg Schneider als Dialektfassung übersetzt und im Jahr 2002 erfolgreich von den Theaterleuten des Seniorentheaters St. Johannes aufgeführt. Ray Cooney gilt unbestritten als der erfolgreichste englische Komödienautor. Gelegenheit macht Liebe, so jedenfalls denkt sich das Nationalrat Arthur Aebi von der SVP und verabredet ein stimmungsvolles Tete-à-tete mit der Sekretärin der SP in einer Suite im Parkhotel Federal in Bern. Aber das Schicksal meint es nicht gut mit ihm und noch weniger mit seinem Assistenten Willy Waser. Immer mehr verstrickt er sich in Lügen und Ausreden und bringt somit Waser und sich in arge Bedrängnis. Das Publikum kann sich köstlich amüsieren, bei Aebis im wahrsten Sinne des Wortes “halsbrecherischen” Versuches, sein nicht-zustande-gekommenes Verhältnis vor seiner Ehefrau, einem misstrauischen Hoteldirektor und nicht zuletzt einem häufig bewusstlosen Detektiv zu verbergen. Zusätzliche Komplikationen treten auf, als der Mann der Sekretärin auftaucht und auch Max der Kellner, nutzt für sich die fatale Situation um sein Gehalt fürstlich aufzubessern.

2001 D’Putzfrau als Detektiv

Unter dem Originaltitel “Katharina die Kühne” konstruierte Jack Popplewell eine überaus gelungene Kriminalkomödie die unseren Laiendarstellern wieder mal wie auf den Leib geschrieben ist. Die Putzfrau Katharina Pfister entdeckt eine Leiche. Diese ist allerdings, als die Polizei am Tatort eintrifft, schon wieder verschwunden. Zuvor jedoch hat Frau Pfister den Toten erkannt. Es ist ihr Arbeitgeber Manz. Dumm ist nur, dass die verschwundene Leiche am nächsten Morgen gesund und munter wieder zur Bürotür hereinkommt und trotzdem an einem andern Ort wieder auftaucht. Noch verzwickter wird die Geschichte dadurch, dass Polizei-Hauptmann Koller, der die Untersuchung leitet, sich als alter Schatz von Katharina entpuppt. Sie löst den Fall auf eigene Faust und mit Bravour – nicht ohne dabei selbst um ein Haar ermordet zu werden.

2000 Öppe e Million

Der etwas heruntergekommene “Sternen” sollte dringend saniert werden. Das Problem ist die Finanzierung. Der Versuch, dieses Problem zu lösen, entwickelt sich zu einem Katz- und Mausspiel: Gangster haben eine Bank überfallen und etwa eine Million in Banknoten erbeutet. Die Räuber werden mittels Radiodurchsage gesucht. Zufälligerweise hört die Serviertochter im “Sternen” diese Meldung. Kurz darauf betreten zwei Fremde die Gaststube. Sie haben einen weissen Plastiksack bei sich und ihr Aussehen passt genau zur Beschreibung der gesuchten Banditen. Beim Hinausgehen verwechseln die beiden Ganoven den Plastiksack. Kurze Zeit später greift der Sternenwirt in den Sack. Doch statt der vermuteten Umbauplänen findet er gebündelte Banknoten….

Die Versuchung ist stärker als jede Vernunft. In aller Eile versteckt er den Fund im Ofen. Kurze Zeit später trifft ihn der Schicksalsschlag: Die Serviertochter hat angefeuert. Diese jedoch hat vor dem Anzünden eine Entdeckung gemacht. Der kostbare weisse Plastiksack wird immer wieder neu entdeckt, so dass in der nächsten Stunde noch manch einer “etwas vermisst” und nichts davon sagen darf. Eine ehrliche Finderin macht dem teuflischen Katz- und Mausspiel letztlich ein Ende und bringt die Million auf den Polizeiposten. Aber zuvor haben sich viele nicht bloss die Finger daran verbrannt.

1999 D’Muetter und der Ängel

Eleonora Reinprecht ist 76 Jahre alt. Zeit, sie im Altersheim unterzubringen. So denkt jedenfalls ihr Sohn. Eleonora aber fühlt sich abgeschoben und überflüssig. Da erscheint ihr ein Wesen, das sich “Todesengel” nennt. Aber Eleonora ist noch nicht so weit. Sie erbittet sich noch die Erfüllung dreier Wünsche:

Erstens: Sie möchte in der Familie ihres Sohnes leben. Das aber wird im Zusammenleben mit der Schwiegertochter eher zur Vorhölle, so dass es Eleonora vorzieht, wieder ins Altersheim zu gehen.

Der 2. Wunsch: Sie möchte noch einmal die Liebe erleben; und tatsächlich lernt sie den alten Draufgänger Franco Bernasconi kennen.

Und der 3. Wunsch: ??? Lassen Sie sich überraschen und geniessen Sie 2 Stunden Laientheater wie es Profis nicht besser machen könnten.

1998 Feini Herrschafte

Gaunerkomödie von Peter Coke, aus dem Englischen ins
Schweizerdeutsche übersetzt von Colette Stauber.

Durch einen spannenden Zwischenfall entdecken Lady Beatrice,
die schon bessere Tage sah, und ihre etwas exzentrischen
Mieter, welche sie aus Prestigegründen Gäste nennt, was für
Möglichkeiten im Zusammenwirken ihrer diversen Talente liegen.
Das Planen und Durchführen der neuen Transaktionen bringt
Spannung in ihr vorher solangweiliges Leben; besonders da sie
ihr Wohltätigkeits-Uunternehmen nicht nur vor der Öffentlichkeit
verbergen müssen, sondern auch vor dem Dienstmädchen Lilly!
Und dann erscheint die Polizei in der Wohnung…

1996 Alli fahrid besser mit Opal

Lustspiel in zwei Akten von John Patrick.

Wer oder was ist Opal? Unwillkürlich denkt man dabei an eine Kostbarkeit. Und wahrlich ist die Titelheldin dieses Stückes ein Juwel, allerdings ein ungeschliffenes. Ihr Alter gibt sie so in der Mitte zwischen fünfundvierzig und fünfundfünfzig an. Von Beruf ist sie Sammlerin (Abfälle). Sie haust mit einem streunenden Kater in einer heruntergekommenen Villa, inmitten von wertlosem Plunder, gebrauchten Teebeuteln und einer auch sonst eigentümlichen Ordnung:

Ihre Kekse bewahrt sie in einem Blechkanister auf, auf dem Dachteer steht, den Hustensaft in einer Flasche mit der Aufschrift Haarwasser und die Cornflakes findet man unter dem Stichwort Stahlwolle. Opal Peasant ist ein Unikum, aber ein liebenswertes, zu liebenswert, denn soviel guter Wille und Gelassenheit auf einem Haufen ist für manchen Zeitgenossen schon fast eine Zumutung. Ständig hat sie einen launigen Spruch parat, wie z.B. : Die alten und die neuen Neuigkeiten sind alle gleich: Nur die Namen der Leute und der Orte ändern sich. Für einen Mann gibt es nur zwei Gründe auf die Knie zu gehen – entweder er betet oder er hebt Geld auf. Manche Menschen stützen ihren Glauben auf Tatsachen. Ich nicht. Ich glaube einfach. Und überhaupt ist sie davon überzeugt: “Wenn man Freunde hat auf dieser Welt, kann einem nichts passieren!” Und sie fügt gern noch hinzu: “Gott segne alle guten Menschen und die bösen von mir aus auch. “Ob ihre drei neuen Freunde, die eines Tages in ihr sonderbares Domizil hineinschneien und dort Unterschlupf suchen, diesen Idealvorstellungen entsprechen, muss sich aber erst herausstellen.

1995 E sonderbari Dame

Die Komödie handelt von fünf Patientinnen, die seit Jahren in einer psychiatrischen Privatklinik in der Nähe von New York leben: Florence, Fairy, Jeffrey, Hannibal und Mrs. Paddy. Sie werden von Schwester Wilhelmina und Dr. Emmett betreut. Jeder kennt und akzeptiert liebevoll die geistige Störung der anderen, ist aber nicht in der Lage, die eigene zu erkennen. In diese bizarre, aber durchaus stabile Situation platzt die Einweisung der Protagonistin Mrs. Ethel Savage, einer reichen Witwe. Um an das Vermögen heranzukommen, wurde sie von ihren drei Stiefkindern entmündigt. Denn Senator Titus, Richter Samuel und die skandalumwitterte Lily Belle – allesamt arrogant, opportunistisch und geldgierig – haben natürlich überhaupt kein Verständnis dafür, dass ihre Stiefmutter das Geld dafür verwenden will, die Wunschträume ihrer Mitmenschen zu verwirklichen.

Zurückgekehrt an ihre Heimatorte müssen alle drei feststellen, dass die 100 Millionen Dollar verschwunden sind und nur “eine etwas sonderbare Dame” das Versteck kennt….

1994 Da mue mer öppis undernäh

Ein Spiel in 3 Akten von Elsa Bergmann

Frau Büchi ist Hals über Kopf bei ihrem Jungen zu Hause ausgezogen, da man sie schon zu Lebzeiten beerben wollte. Sie bucht in einem Ferienhotel ein Zimmer unter ihrem ledigen Namen, denn prompt geben die Verlassenen zu Hause eine Vermistmeldung durch. Sie trifft nun auf Senioren, die auch Sorgen haben. Ein grosses Problem für viele ältere Menschen ist – wie bei Jungen – der Mangel an günstigen Wohnungen. Vielleicht sollten auch einmal ältere Menschen Häuser besetzen…
Anderseits gäbe es Alternativen: Senioren bilden eine Wohngemeinschaft.
Ein aufgestelltes Seniorenstück, das mit feinem Humor auf Wohnungsprobleme älterer Menschen hinweist.

1993 Jetzt erscht rächt

Herr und Frau Holenstein, ein älteres Ehepaar, sitzen beim Abendessen. Sie redet, er schweigt; dies reicht für einen Streit. Sie wehrt sich gegen die drohende Altersvereinsamung und möchte noch etwas unternehmen. Er hockt bloss noch vor dem Fernseher und möchte seine Ruhe haben. Ohne Wissen des Ehemannes gibt die Frau ein Inserat auf und bietet darin “in gemütlicher Umgebung feine Menüs nach Art der Grossmutter zubereitet” an. Alsbald wird aus der stillen Alterswohnung ein betreibsames Unternehmen.

1992 De früener Heiri

Vier Szenen  von Emilie Durlej-Brauchlin

Wie die im Laufe der Jahrzehnte verloren gegangene ursprüngliche Natur eines Mannes zu neuem Leben erweckt wird.